LYNfabrikken


Vernetztes Design in Aarhus, Dänemark

Die Küche ist für viele Menschen nicht nur ein Ort an dem man isst und trinkt, sondern auch ein Treffpunkt, um Neuigkeiten auszutauschen, zu diskutieren und alles Mögliche zu besprechen. Diese  „Küchensituation“ zu transformieren und öffentlich zu machen, war eine der Ausgangsideen für die Gründung der Plattform LYNfabrikken im Jahre 2002:

 

Ein Ort des zwanglosen Austauschs für junge DesignerInnen sollte geschaffen werden, ein Ort, der kreative Kommunikation fördert und zur Vernetzung innerhalb der Designszene beiträgt. Ein alter Industriebau wurde adaptiert, Designstudios ausgebaut und im Dachgeschoß ein Café mit einem Shop eingerichtet. Dort treffen GestalterInnen und KundInnen aufeinander, die ausgestellten Produkte können betrachtet und natürlich auch gekauft werden.

Im ersten Stock befindet sich das bereits erwähnte Studio, Arbeitsplatz von 16 DesignerInnen unterschiedlichster Bereiche: Architektur, Industriedesign, Möbeldesign, Keramik, Schmuck, Grafik und interaktives Design arbeiten hier neben- und miteinander, befruchten sich gegenseitig, tauschen sich aus.

2006 entdeckten LYNfabrikken „das möbel“; die Ähnlichkeit des Ausstellungskonzepts – das Kaffeehaus als Präsentationsplattform – erweckte das Interesse an einer Kooperation zwischen den beiden Institutionen, die in wechselseitigen Ausstellungen in Aarhus und Wien erfolgreich realisiert wurde. Gemeinsam ist beiden auch der Wunsch, die jeweiligen Produkte durch die Zusammenarbeit über den regionalen Raum hinaus bekannt zu machen, neue Beziehungen zu knüpfen und einen innovativen Beitrag für die Designszene beider Länder zu leisten.

 Roswitha Rust, freie Autorin

der katalog 2006/2007

 

 

 

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