designer portraits


Wir arbeiten an einem kompletten Verzeichnis aller DesignerInnen und Hersteller, die wir im Programm haben - das wird noch ein bisschen dauern.

Zusätzlich bieten wir in dieser Rubrik Kurzportraits einiger DesignerInnen und Designbüros die wir in den vergangenen Jahren in unseren Katalogen veröffentlich haben.

WerK


Frisch ans WerK

Es klingt wie die perfekte Symbiose, die tatsächlich auch gelebt wird: Hinter dem Begriff WerK stecken die abgekürzten Vornamen Werner und Katja Nussbaumer und ein Ort, an dem seit fünfzehn Jahren Möbel entstehen. An die lange Geschichte, wie alles begonnen hat, erinnern sich beide gerne zurück, denn es war die Liebe, die das Gemeinsame entstehen ließ.

Genau dieses Gefühl vermitteln die Nussbaumers mit ihren Kreationen, die ausgeschickt werden, um die Herzen der Menschen zu erobern, und abseits aller Oberflächlichkeiten ihre wahre Schönheit erst entfalten sollen, wenn sie schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben. Dieses „Altern“ in Schönheit manifestiert den fix einkalkulierten Faktor Zeit, der ein Möbelstück zu dem erst macht, was es sein soll.

Eines der strahlendsten Beispiele aus der „WerK“-Statt ist der Straßenbahnsessel, der seinen Platz in der Tramway gegen Gepolstertes im Niederflurwaggon einbüßen musste.

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nussbaumer

design by franz maurer - vienna


Das gewinnende Lächeln von F.

Zum einen ist F. Maurer ein Name, bei dem man nicht sehr viel dazu sagen muss – er steht für sich selbst und ist mit dabei im internationalen Designerranking. Zum anderen wird aber auch der Insider neugierig, welche Person sich hinter diesem Label verbirgt.

F. steht für Franz, ein bekennender stolzer Burgenländer, darüber hinaus auch Europäer, der in grenzüberschreitenden Dimensionen denkt und im Ausland rauschende Erfolge feiert. Doch wie alle anderen Großen hat auch er klein angefangen. Man könnte sagen, kreatives Denken wurde ihm in die Wiege gelegt: Topfavorit waren von Beginn an die Legosteine als Ausdrucksform konstruktiver Ideen, eine Entwicklung, die später mit einer Tischlerlehre fortgesetzt wurde, wo er die Basis für ein Handwerk lernte.

 

Als er nach einigen Jahren Praxis in einem Fotostudio den Kulissenbau leitete und gestalterische Herausforderungen annahm, begann er seine eigene Kreativität auszuleben, und sein Weg als Designer nahm seinen Anfang.

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maurer

walking-chair


Wie ein Stuhl laufen lernte …

Es war einmal ein Schweizer namens Fidel Peugeot, einer der „steckbrieflich“ meist gesuchten Font- und Interfacedesigner Europas, der nach seinem Studium des Kommunikations- und Schriftdesigns wie auch Film und Video von der Basler Schule für Gestaltung seine diplomierten „Entlassungspapiere“ ausgehändigt bekam und beschloss, das Land zu verlassen.

 

Sein Weg führte ihn nach Wien, wo er auf den Italiener Karl Emilio Pircher traf, der nach Jahren der Produktentwicklung unter der strengen Aufsicht von Ron Arad an der Universität für Angewandte Kunst endlich auch den heiß ersehnten Freibrief für ein Leben als Designer bekommen hatte.

 

Nachdem man sich gegenseitig als sympathisch befunden hatte – eine ähnliche Geschichte verbindet immer – ging man sogleich fröhlich ans Werk, um sich einen redlichen Namen als Kunstschaffende zu machen. Und dieser lautet nun seit dem Jahr 2002 Walking Chair.

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walking_chair

moor & moor


Bettgeflüster aus dem Bregenzer Wald

Diese Brüder mischen mittlerweile recht kräftig den heimischen Designzirkus um. Mit der Holzsäge in der einen Hand und einer gehörigen Prise Provokation in der anderen backen Andreas (der Architekt), Richard (der Tischler) und Johannes (der Polsterer) Moor himmlische Betten, formal streng abgepasste und doch kuschelweiche Filzpolster-Landschaften oder Stauraummöbel mit gar einprägsamen Modellbezeichungen, die samt optischem Erscheinungsbild offenbar den richtigen Geschmacksnerv treffen.

 

Punktgenau. moor & moor heißt das Label der umtriebigen Vorarlberger Gebrüder, denen so manche Einrichtungskonventionen direkt am Gesäß vorbeilaufen. Mittlerweile erwarben sich die cleveren Jungunternehmer aus dem Bregenzer Wald aufgrund eigenwilliger Messeauftritte und Produkte einen hohen Bekanntheitsgrad. Das Prinzip ihrer Wohnmöbeln lautet: Mühelos mit der Post zu verschicken, schnell auspacken, einfach aufstellen und manchmal sogar den letzten Schliff selbst geben.

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moor

mocca


Möbel-Erfahrung

Erich Gaffal und Stefan Bartel sind Mocca. In ihrem Linzer Studio tüfteln sie an Möbelgestaltung, Produkt- und Grafikdesign. Welcher Teil im Hirn auch immer für das Gefühlsressort Gemütlichkeit zuständig ist, genau ihn wollen die Möbelmacher von Mocca erreichen.

 

Auf den ersten Blick mag dies vielleicht nicht gelingen, da muss man sich schon ein wenig ins Mocca-Zeug hauen: sitzen, fühlen, wirken lassen und nochmals schauen. Man sollte den beiden Gestaltern den Gefallen tun, denn die Reduziertheit ihrer Entwürfe entpuppt sich so zu einer Art optischer Täuschung. Und das ist gut so, zu verwandt erscheint dem Duo aus Oberösterreich der Begriff Reduziertheit mit jenem der Langeweile. Lebendig sollen sie sein, ihre ganz eigene Formensprache sollen sie sprechen, weitab vom Kauderwelsch des immer redundanter werdenden Möbelmarktes.

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mocca
 
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